|
Plantagenfrucht ARONIA
Botanische
Bezeichnung: Aronia melanocarpaAronia ist in Deutschland auch unter
dem Namen "Schwarze Apfelbeere" und "Schwarze Ebersche"
bekannt.
Sorten: Aron, Nero, Viking, Rubina, Hugin, Serina, Ahonnen, Hakkija,
Moravska sladkopodobna, Kashamchi, Estland, Mandshurica.
Erntezeit: August/September
Foto Aronia: Mit freundlicher Genehmigung von der
Ruhr-Universität Bochum, Botanischer Garten, © Armin Jagel
vom 9.2.2004.
URL: http://www.boga.ruhr-uni-bochum.de/html/Aronia_melanocarpa_Foto.html
Allgemeines:
Ursprünglich kommt die Aronia aus dem östlichen Nordamerika.
Von dort verbreitete sie sich zunächst in Russland und wurde
später in ganz Europa populär.
Die violettschwarzen, rundlichen Früchte ähneln Heidelbeeren,
haben aber ein intensiv rotes Fruchtfleisch mit leicht säuerlichem
Geschmack. Die Früchte von Aronia haben besondere Stellung
in der Obstverarbeitung.
Die Aroniabeere gehört zu der Familie der Rosengewächse.
Ihre bis zu 2 m hohen Büsche wurden zunächst als Zielsträucher
gezüchtet. Die Blätter sind glänzend, dunkelgrün
und ihre doldenförmige Blüten haben eine schöne weiße
Farbe.
Gesundheitliche Werte/Ernährung:
Aronia ist vor allem bei Personen beliebt, die auf ihre Gesundheit
und gesunde Ernährung achten. Aufgrund ihrer auch für
die Medizin wertvollen Inhaltsstoffe wurde die Apfelbeere zu den
Heilpflanzen gerechnet. Die Polyphenolen und vor allem Anthocyane,
die es in den Aroniafrüchten gibt, haben vielfältige bioaktive
Wirkungen u. a. antioxidative Aktivität, antimikrobielle Wirkung
gegen Bakterien und Pilze.
Besonders reichlich enthalten die Aroniafrüchte Vitamine:
C, B2, BB9, E, K1, P, Niacin, Folsäure, Riboflavin und Provitamin
A sowie Mineralien Kalium, Calcium, Phosphor, Eisen, Kupfer, Mangan
und Zink.
Aroniabeeren werden z. B. für die Herstellung von Vitamin-Tabletten
verwendet und auch für Medikamente gegen Kapillartoxikosen
oder anazide Gastritis und zur Blutdrucksenkung. Auch gegen Kinderkrankheiten,
Leber- und Gallenerkrankungen, Magenentzündungen, Allergien
oder Hautkrankheiten helfen die dunkelblauen Früchte.
Die Beeren sind auch in der Küche vielseitig verwendbar.
In Ost-Europa wird gerne Aronia-Marmelade, -Gelee, -Kompott, -Saft,
-Fruchtsoße (zu Wildgerichten), -Joghurt, -Likör und
Aronia-Dessertwein (schöne rubinrote Farbe, ein Geschmack für
Kenner!) hergestellt.
Rezept:
Aronia-Nektarinen-Konfitüre
Zutaten:
700-800 g Aronia
700 g Nektarinen
Gelierzucker nach Fruchtmenge
Zubereitung:
Aronia mit etwas Zucker aufkochen. Heisse Masse durch passieren.
500 ml abmessen. Nektarinen halbieren. Stein entfernen, 500 g abwiegen.
Mit dem Mixstab fein mixen und Nektarinen und Aroniamasse in einen
Topf geben. Weitere Bearbeitung je nach Geliermittel. Heiße
Konfitüre in Gläser füllen.
|